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Oktober 2021

Stimmungsbarometer Energieforschung

Ausgangssituation:

Insbesondere das Energieforschungsprogramm des Klima- und Energiefonds ist ein zentrales Instrument der österreichischen Bundesregierung zur Umsetzung der österreichischen Klima- und Energiestrategie. Gemeinsames Ziel aller geförderten Projekte ist die Entwicklung einer CO2-freien Wirtschaft und Gesellschaft, die Stärkung der Innovationskraft heimischer Unternehmen und die nachhaltige Nutzung regionaler Ressourcen.

Doch wird die Energieforschung von der österreichischen Bevölkerung überhaupt wahrgenommen? Wie hoch ist die Akzeptanz dafür bzw. gibt es überhaupt ein Bewusstsein für die Notwendigkeit dieser Förderungen?

Ziel dieses Projekt war es herauszufinden, wie die österreichische Bevölkerung über Energieforschung denkt. Um diese Frage beantworten zu können wurde eine quantitative Kurzbefragung zur Wahrnehmung und Akzeptanz der Energieforschung durchgeführt. Kurzfristig sollte im Zuge der Befragung gleichzeitig eine Edukation (Bildung und Aufklärung) der befragten Österreicher:innen erfolgen. Langfristiges Ziel ist es, die Energieforschung prominenter in den Köpfen der Allgemeinheit zu verankern.

Projektverlauf:

Es wurden die österreichische Bevölkerung (516 Interviews) sowie österreichische Unternehmen (67 Interviews) in einer repräsentativen Online-Umfrage zwischen 25. August und 13. September 2021 zu verschiedenen Aspekten der Energieforschung befragt.

Ergebnisse:

Jede:r zweite Österreicher:in und jedes zweite Unternehmen hatte vor der Befragung einen (sehr) guten Eindruck von der Energieforschung in Österreich. In beiden Zielgruppen ist der Eindruck nach der Befragung weiter gestiegen. Edukation hatte daher auch im kleinen Umfang bereits eine große Wirkung.

Das Bewusstsein, Interesse und die Identifikation mit dem Thema Energieforschung ist bei Unternehmen hoch – in der Bevölkerung ist noch Potential nach oben vorhanden! Die befragten Unternehmen befürworten fast einstimmig die Stärkung Österreichs als Produktionsstandort für innovative Technologien, die internationale Positionierung Österreichs als Vorreiter bei innovativen Energietechnologien und die Schaffung eines Umfelds durch die Politik, welches die Entwicklung und Testung von Energietechnologien in Österreich ermöglicht.

Covid-19 hatte laut Angabe der Unternehmen auch auf die Forschungs-/Innovationspolitik einen Einfluss – für 70% der Unternehmen stellte die Investitionsprämie daher eine wichtige Nachfragedeterminante dar.

Die Energieforschung wird noch an Wichtigkeit zunehmen. 3 von 4 Österreicher:innen und 96% der Unternehmen erachten Investitionen der öffentlichen Hand in Forschung und Innovationen als (sehr) sinnvoll. Die Unternehmen empfehlen ganz besonders die Forcierung von Energieforschung in den Bereichen Energiespeicherung, moderne Energienetze für 100% erneuerbare Energie und klima-/umweltfreundliche Prozesse in der Industrie.

Beide Zielgruppen stimmen überein, dass „Made in Austria“ für hohe Qualität steht und bekunden Unterstützungsabsichten für neue Energietechnologieprojekte.

Die Energieforschung hat auch einen nachhaltigen Nutzen – drei Viertel der Unternehmen geben an, dass die heimischen Unternehmen (sehr) stark von den Entwicklungen in der Energieforschung profitieren.

Projektteam:

Mag. Anna Brandstätter (marketmind GmbH)

Daniela Tiefenthaler, MSc (WU) (marketmind GmbH)