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März 2019

Sharingmodelle für die Energietransition: Gemeinsam nutzen, um einzusparen

Materieller sowie immaterieller Besitz wird in unserer heutigen Gesellschaft häufig als Ausdruck von Reichtum und Wohlstand betrachtet. Doch der individuelle Besitz führt in Summe oft zu Problemen: Die Straßen sind durch immer mehr Autos verstopft, Kleider und Werkzeug verstauben in Wohnungen, ohne wirklich genutzt zu werden und Räumlichkeiten stehen leer, während anderswo Platzmangel herrscht.

Sharingmodelle setzen hier an und können überdies zur Energietransition in eine kohlenstoffärmere (bis hin zu einer kohlenstofffreien) Zukunft beitragen.

Um ein Sharingmodell umzusetzen, müssen laut ExpertInnen gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sein. Dazu gehören:

  • Niederschwellige Teilnahmemöglichkeiten
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Geringe Kosten für die/den Teilnehmende/n
  • „Coolness“

Sind diese Rahmenbedingungen erfüllt, können Teilnehmende profitieren. Sie müssen sich selbst die Dienstleistung oder das Produkt nicht anschaffen, können diese aber andererseits bei Bedarf nutzen. Demgegenüber können AnbieterInnen solcher Dienste, wie Gemeinden oder Unternehmen, Geld verdienen und zusätzlich noch eine Plattform für soziale Verknüpfung zu Verfügung stellen. Gerade in ruralen Gebieten bieten Sharingmodelle (wie Mikro-ÖV*) eine gute Gelegenheit, ältere Personen besser in die Gemeinschaft zu integrieren, indem sie ihnen die Überwindung von Wegen erleichtern, oder überhaupt erst ermöglichen.

Gut umgesetzt können Sharingmodelle als Win-Win-Win-Situationen in der Energietransition erscheinen. Teilnehmende profitieren ebenso wie AnbieterInnen und schlussendlich ebnet die effiziente Nutzung von Ressourcen den Weg in eine nachhaltigere Zukunft.

 

* Unter Mikro-ÖV versteht man lokale bis kleinstregionale öffentliche Verkehrssysteme, die flexible und nutzerfreundliche Alternativen zum Individualverkehr bieten sollen, um auch entlegenere Ortschaften besser anzubinden.

 

Autor: Florian Diehl