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15. Juni 2020

Selbstständige im Resilienz-Gespräch 2: Coaching & Persönliche Weiterentwicklung

Sabine Schneider ist Gründerin von frei-kraft e.U. und spezialisiert auf die Bereiche Körperarbeit & Mentaltraining. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der freien Wirtschaft bietet sie auch im beruflichen Kontext Coachings an.

Sabine engagiert sich bei „Selbstständige für Selbstständige & Macher*innen“ mit dem Angebot „Business Mentaltraining“. In dieser Session geht es darum, neue Perspektiven zu finden, mehr Klarheit zu erlangen und schlussendlich ins Tun zu kommen.

Sabine Schneider auf die Frage, warum sie es wichtig findet, lokale Macher*innen zu unterstützen: „Ich bin ein vielseitig interessierter Mensch, der den Austausch untereinander sehr schätzt. Auf Basis meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, wie wichtig ein kleiner „Stupser“ von außen sein kann, um wieder ins Tun zu kommen, die eigene Motivation wiederzufinden, seine Stärken zu erkennen und mit Freude sein Ziel zu verfolgen.“

 

Frage 1: Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du und was machst du?

„Mein Name ist Sabine Schneider und ich biete im Rahmen meines Unternehmens frei-kraft e.U. Körperarbeit & Mentaltraining an. Der Schwerpunkt meiner Arbeit richtet sich an Personen, die sich im beruflichen Alltag wieder mehr Klarheit wünschen, um mit Selbstvertrauen und Zuversicht ihren Weg zu gehen. Neben der mentalen Ebene berücksichtige ich auch immer körperliche Reaktionen, da ein Großteil unseres Verhaltens durch unbewusste und unwillkürliche Prozesse über den Körper beeinflusst wird. Die Einheiten sind „spürig“ und inspirierend und machen vor allem Lust darauf, ins Tun zu kommen.“

 

Frage 2: Du bist bei der Aktion „Selbstständige für Selbstständige & Macher*innen“ dabei. Im Rahmen der Aktion bietest du anderen Selbstständigen kostenfreie Coaching-Sessions an. Was sind deine Beweggründe andere lokale Anbieter*innen zu unterstützen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

„Selbstständige für Selbstständige & Macher*innen“ ist für mich eine Aktion, die den Fokus auf Solidarität und Austausch lenkt – es geht vermehrt um ein Miteinander und darum, sich gegenseitig zu unterstützen. Grundwerte, die mir persönlich sehr wichtig sind und die mich auch dazu veranlasst haben, die Aktion zu unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Ressourcen haben, um unseren Aufgaben zu begegnen – verlieren wir dennoch einmal den Überblick, hilft oft schon eine neue Betrachtungsweise bzw. ein Blick von außen, um wieder mit vollem Tatendrang voranzuschreiten. Und genau das möchte ich mit meinem Angebot erreichen.“

 

Frage 3: Mit welchen Herausforderungen siehst du dich selbst in deiner selbstständigen Tätigkeit konfrontiert? Welche Rolle spielt dabei die Klimakrise – derzeit und in Zukunft?

„Selbstständigkeit ist für viele ein lang gehegter Traum der Freiheit und Unabhängigkeit – es bedeutet aber auch, ein großes Maß an Disziplin und Planungsfähigkeit. Ich denke, dass es wichtig ist, klar zu unterscheiden, was die eigenen Kompetenzen abdecken und in welchen Bereichen man sich Hilfe suchen muss. Auch ich habe im Laufe der Zeit gelernt, wann ich mich besser zurücknehme und bei meinen Kernkompetenzen bleibe. Das spart oft Zeit und Geld und hält Kapazitäten für Kunden frei.

Auch befinden wir uns gerade in Zeiten des großen Wandels – die Klimakrise ist hierbei nur ein Faktor von vielen anderen, gesellschaftspolitischen Veränderungen. Klein- und mittelständische Unternehmen müssen daher ihre Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit gut einsetzen und sich so in Nischenmärkten platzieren. Bereiche, die von großen Playern nicht ins Visier genommen werden und Möglichkeiten zur nachhaltigen Positionierung geben. Sämtliche umweltbezogene Themen werden hierbei in den nächsten Jahren mit Sicherheit ins Zentrum des Interesses rücken und Platz für Neues bieten.“

 

Frage 4: Wie begegnest du Herausforderungen (Klimakrise, Corona-Pandemie, etc.)? Hast du Tools entwickelt oder Anpassungen vorgenommen, um damit umzugehen?

„Die vergangenen Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, wie anpassungsfähig wir alle sind. Tätigkeiten, die im Onlinesetting bis dato als unmöglich eingestuft wurden, sind mittlerweile zur „neuen“ Normalität geworden. Yoga Kurse, Coachings, sogar Bewerbungsgespräche finden neuerdings online statt. Auch ich habe gelernt, dass Coachingeinheiten wunderbar über verschiedene, kostenlose Plattformen möglich sind (über Zoom, Skype und Co sogar mit Ton und Bild). Und so versuche ich in jeder Situation zuerst das zu sehen, was möglich ist und mich nicht auf unveränderliche Tatsachen zu versteifen. Während des Lock-Downs konnte die Frage somit nur lauten „Wie komme ich jetzt zu meinen Kunden?“ – eine Frage, die die eigenen Ressourcen aktiviert und einen ins Tuns kommen lässt. Eine wichtige Grundregel, die ich allen Selbstständigen ans Herz legen möchte. Achte nicht darauf, was nicht geht, sondern lenke deinen Fokus auf deine Möglichkeiten. Das bewirkt oft schon sehr viel und schafft vor allen Dingen Platz für neue, kreative Ideen.“

 

Frage 5: Welche Chancen siehst du in einer engeren Zusammenarbeit zwischen lokalen Selbstständigen & Macher*innen?

„Aus der Vielzahl vorhandener Kompetenzen lässt sich ein einzigartiges, lokales Angebot gestalten, das den Wirtschaftsstandort Österreich stärkt und somit uns allen zugutekommt. Auch zeigt die Aktion, dass der Markt genug für alle hergibt, und durch gegenseitige Unterstützung auch mehr von und für alle erreicht werden kann. Lokalität als USP ala „geh nicht fort, kauf im Ort“ ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Amazon und Co nicht die Welt regieren, sondern aus einem bunten, lokalen Angebot toller UnternehmerInnen gewählt werden kann.“

 

Frage 6: Wohin könnte eine Aktion wie „Selbstständige für Selbstständige & Macherinnen“ sich entwickeln, um für kommende Krisen besser gerüstet zu sein und um die lokalen Anbieter*innen bestmöglich zu unterstützen?

„Die Aktion könnte ohne zeitliches Limit fortgesetzt werden und Selbstständigen die Möglichkeit bieten, ihr Angebot bekannter zu machen. So entsteht ein tolles Geben und Nehmen – Interessenten können Angebote ganz unverbindlich testen und Anbieter wiederum können ihr Angebot verändern und adaptieren und so für weitere, zukünftige Projekte lernen.“