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 3. Juni 2020

Im Gespräch mit Selbständigen: Resilienz in Marketing und PR

Eva Bauer (Zur guten PR – LINK) ist erfahrene PR-Beraterin, Texterin, Schreibtrainerin (in Ausbildung) und Mitglied im Public Relations Verband Austria. Sie bietet bei „Selbstständige für Selbstständige“ kostenlose Beratungssessions zur Medienarbeit („Wie man Journalist*innen kontaktiert und Themen platziert“) an.

Eva Bauer war schon bei der ersten Runde von „Selbstständige für Selbstständige“ mit kostenlosen Angeboten rund um die PR-Arbeit dabei. Auf die Frage, warum sie es wichtig findet gerade jetzt lokale Macher*innen zu stärken, antwortet sie:

„Als Mitte März alles „runtergefahren“ wurde und die Unsicherheit groß war, wie es auftrags- und kundenmäßig weitergeht, ging die Aktion „Selbstständige für Selbstständige“ los. Ich machte mit, probierte online neue Sachen aus und lernte dabei so viele coole, sympathische und tolle selbstständige Menschen kennen, die sich gegenseitig halfen, unterstützten und auch zuhörten. Und weil das so genial war, mache ich wieder mit!“

Durch die Aktion und das Kennenlernen anderer Selbstständiger werden die eigenen Netzwerke ganz nebenbei ausgebaut. Aber welche Rolle spielen ein lokales Netzwerk und lokale Kontakte für Evas Selbstständigkeit in „normalen Zeiten“?

„Seit ich Kinder habe, bin ich ein Fan von kurzen Wegen – sie wirken sich positiv auf meine Zeit und meine Lebensqualität aus. Deshalb bin ich auch ein Fan von lokalen Netzwerken. Ich schätze es, mich mit meinen KundInnen oder ProjektpartnerInnen schnell und unkompliziert für eine Besprechung persönlich treffen zu können. Oder Aufträge an lokale PartnerInnen in weiterzugeben, bei denen die Wertschöpfung in Österreich bleibt.“

Die Corona-Krise fordert insbesondere UnternehmerInnen wie Eva. Wie könnten lokale Gemeinschaften und Netzwerke einen Beitrag leisten, um die Widerstandskraft des Einzelnen gerade in solchen herausfordernden Zeiten zu stärken?

„Die Globalisierung ist Fluch und Segen: Einerseits sind uns ferne Länder so nah wie noch nie, anderseits haben wir das Gute (das oft so nah liegt) aus den Augen verloren. Selbstständige fühlen sich oft als EinzelkämpferInnen und als solche auch machtlos gegenüber global agierenden Konzernen. Lokale Gemeinschaften und Netzwerke bringen Menschen wieder zusammen – zum Reden, zum Kooperieren, für Projekte. Das stärkt und gibt Sicherheit in herausfordernden Zeiten. Und Netzwerke sind eine Chance, um gemeinsam stärker und lauter zu sein.“

Unsere Gesellschaft ist gerade mit klimatischen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen von seltenem Ausmaß konfrontiert. Eva ist der Meinung, dass jede/r einen (kleinen) Teil zu einer positiven Veränderung beitragen kann – sie versucht beispielsweise Öffis, Fahrrad und Zug für ihre Wege zu benutzen und „Made in Austria“ zu kaufen, auch wenn es manchmal unbequemer oder teurer ist. Diese Eigenschaften und Fähigkeiten würde sie sich im Großen wünschen, damit wir als Gesellschaft Klimakrise, Corona-Pandemie und Wirtschaftsflaute als Chance nutzen, um unsere Welt aktiv zu einem besseren Ort zu machen.

Sie hat uns zum Abschluss ihre Tipps verraten, die ihr dabei helfen, sich dieser ständig verändernden Umwelt zu stellen:

·         Akzeptieren, dass wir nicht alles kontrollieren und vorhersagen können.

·         Neugierig bleiben und Neues ausprobieren.

·         Das Beste aus jeder Situation machen – die Lösung suchen und nicht das Problem breittreten.

·         Mutig sein, Fehler zu machen und daraus lernen.

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