Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

18. Juni 2021

Nachhaltige Ernährung im öffentlichen Wohnbau

Thematisch beschäftigte sich die geladene Runde mit „Handlungsanleitungen für nachhaltige Ernährungsthemen im öffentlichen Wohnbau in Innsbruck“. Aufbauend auf dem zweiten Workshop konnten anhand konkreter Beispiele in Innsbrucker Wohnbauten aktuelle Umsetzungen, aber auch Probleme erörtert werden.

Die wichtigsten Punkte des Workshops sowie Ergebnisse:

Die Herangehensweise unterscheidet sich fundamental zwischen Neubauten und dem Bestand, da im Bestand die Flächen nicht für eine Nutzung (beispielsweise für Hochbeete) ausgewiesen sind. Hier bräuchte es Konsens der Nutzung (von Grünflächen) oder eine Duldung. Als zentral für das Gelingen von Grünraumnutzung wird auch eine institutionalisierte Konfliktlösung bei Nutzungsstreits gesehen, denn diese Funktion kann nicht von den Hausverwaltungen übernommen werden.

Die relevante Infrastruktur, die benötigt wird, um Grünraum nutzen, pflegen und bespielen zu können, sind folgende drei Bereiche: Erstens ein Zaun, um eine bauliche Trennung von den restlichen Allgemeinflächen zu haben. Als zweiter Punkt ist die Verfügbarkeit von Wasser essenziell, wobei diese Nutzung durch Einzelne dann in weiterer Folge der Allgemeinheit abgegolten werden muss (bei Wohnbauten handelt es sich um Allgemeinflächen im Sinne des WEG). Zuletzt sind Lagerräume für Werkzeuge udgl. notwendig.

Ein weiteres zentrales Thema war die Schaffung einer zentralen Ansprechperson in der Stadt in Bezug auf Grünraumnutzung bzw. Nutzung öffentlicher Flächen. Im Wohnbau ist diese Aufgabe klar bei der Hausverwaltung angesiedelt und wird auch bestmöglich unterstützt. Im Bereich der Stadt fehlt diese Klarheit in Bezug auf die Ansprechperson; hier gab es einen Konsens, dass dies im Aufgabengebiet der Stadt liegen würde, eine solche Stelle zu schaffen.

Zuletzt wurde von Seiten der Wohnbauträger darauf hingewiesen, dass Gemeinschaftsräume und andere gemeinschaftliche Nutzung nur dann funktioniert, wenn es eine Person gibt, die sich um die Projekte in der Wohnanlage kümmert – dies kann zum Beispiel auch eine im Erdgeschosslokal eingemietete Institution sein wie beispielsweise die Caritas.

Ein Gelingen nachhaltiger Ernährungsprojekte im Wohnbaubereich trägt zudem zum sozialen Empowerment und Zusammenhalt unter den Bewohner*innen bei und hat positive Auswirkungen auf den bewussten Umgang mit Lebensmitteln, Gesundheit und Wohlbefinden.