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Oktober 2019

„Meine Strategie: Zero Waste – Stück für Stück immer mehr Abfall reduzieren.“

In den Sommermonaten 2019 fand im Rahmen des Förderschwerpunktes „Energy Transition“ des Klima- und Energiefonds die Umfrage „Wie werden unsere Plastik-Müllberge wieder kleiner?“ statt. Hier werden die Antworten zu Frage 3 zusammengefasst.

Frage 3. Nennen Sie bitte Beispiele erfolgreicher Strategien, die Menschen und/oder Unternehmen dazu bewegt haben, ihr individuelles bzw. betriebliches Verhalten nachhaltig zu verändern!

Die Antworten auf diese Frage nach guten Beispielen und Strategien für nachhaltiges Verhalten fielen unterschiedlich aus: einen wichtigen Stellenwert nehmen Alternativen zu gängigen Systemen und Materialien ein (z.B. Foodcoops oder die Initiative des Ernährungsrat Wien. Als Instrumente und Strategien werden ordnungspolitische Maßnahmen, Bewusstseinsbildung und Information, als auch finanzielle Anreize genannt. Konkrete Beispiele sind nachhaltige Veranlagung oder neue Tarifmodelle etwa bei der Mobilität (je mehr Fahrten, desto billiger).

Auch die Vorbildwirkung – egal ob von Personen oder Initiativen – war ein Thema. Beispielsweise wurde Greta Thurnberg als wichtiges Rolemodel genannt. Auch Initiativen wie der Autofreie Tag können laut der Teilnehmenden ihre Wirkung auf andere entfalten. Der Effekt persönlicher Betroffenheit und des Umfeldes wie Familie, Freunde und Bekannte ist ebenfalls ein Einflussfaktor. (Ideen-)Wettbewerbe und Zertifizierungen wurden weiters erwähnt, Zertifizierungen jedoch mit dem Nachsatz „nur bedingt sinnvoll“.

Innovativere Zugänge wie die Verknüpfung von Kunst mit Umweltthemen oder spielerische Anreize wie die City Nature Challenge sind erwünscht. Eigens Erwähnung als positive Strategie fanden die Sustainable Development Goals, die Ziele der Nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen.

Lobenswert wurden einige Unternehmen hervorgehoben, allem voran Organisationen, die nach kreislaufwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren – wie etwa das Cradle to Cradle Institute, Fairphone, Patagonia und Interface. Als umweltfreundliche Unternehmen wurden konkret Gugler, Claro und Frosch angeführt. Positive Konkurrenz zwischen Unternehmen zu schaffen, um einen Wettbewerb in Richtung Nachhaltigkeit zu etablieren, sei eine weitere Strategie, um Unternehmen zur Umweltfreundlichkeit zu bewegen.

Politisches Engagement bzw. Druck auf Unternehmen auszuüben brächte den Umfrageteilnehmenden zufolge Vorteile, damit diese umweltfreundlicher handeln. Ein konkretes Beispiel war der partizipative Prozess zur Abfallvermeidung in Schladming, welcher als Good practice angeführt wurde.

 

Die Umfrage zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, Verhaltensänderungen in Richtung Nachhaltigkeit zu bewirken. Wichtig dabei ist Good practices zu zeigen bzw. selbst die Vorbildfunktion zu erfüllen und Bewusstsein (früh) zu bilden, aber auch mit konkreten ordnungspolitischen Maßnahmen zu lenken.

Abbildung: Wordcloud zu Vorzeige-Strategien im nachhaltigen Handeln