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10. Mai 2019

Klimakommunikation – wie vermitteln wir die Komplexität des Klimawandels?

Herausforderung der Klimakommunikation

Das komplexe Thema „Klimawandel“ einer breiten Masse nahezubringen und aus seiner eigenen „Bubble“ auszubrechen, stellt regelmäßig eine Herausforderung für WissenschaftlerInnen und KlimaaktivistInnen dar. Unwahrheiten und Klimawandel-Leugnung sind Hindernisse, die es außerdem zu überwinden gilt. Es bedarf einer ausgeklügelten Kommunikations-Strategie, um die trockenen Fakten aus der Wissenschaft interessant für junge Menschen aufzubereiten. Um einen nachhaltigen Wandel in Richtung Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen zu erreichen, muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Gerade bei der jüngsten Generation, den Leadern von morgen, ist es wichtig, dass die anstehende Krise entsprechend erklärt wird.

 

Working Group startet Workshop-Entwicklung

Die Working Group wurde in Zusammenarbeit mit dem Klima- und Energiefonds ins Leben gerufen und zielt darauf ab, einen Klimakommunikations-Workshop für SchülerInnen zwischen 12-16 zu entwickeln. Die TeilnehmerInnen der Working Group werden nach Fertigstellung des Workshops als Multiplikatoren fungieren und in der Lage sein, den entwickelten Workshop selbstständig abzuhalten.

Annemarie Körfgen von der Universität Innsbruck führte die Working Group in die Thematik ein und erzählte von Erfahrungen mit Jugendlichen und wie die junge Generation am besten erreicht wird. Sie teilte Tipps, wie man einen guten Workshop abhält.

Franziska Weder von der Alpe-Adria-Universität Klagenfurt erzählte von ihren wissenschaftlichen Ergebnissen: Erforscht wurde, was Nachhaltigkeit für die Befragten bedeutete. Oft wurde von der persönlichen Ebene gesprochen und die Wichtigkeit des direkten Bezugs zum Thema hervorgehoben – ein bedeutender Input, wenn die Working Group erfolgreich Klimawandel kommunizieren möchte.

 

Zielgruppe Jugend: Was zu tun ist

Nach einer gemeinsamen Diskussion wurde die produktive Phase gestartet. Arbeitet man mit Jugendlichen zwischen 12-16 Jahren, gibt es je nach Schulart verschiedene Wissensstände. Der Workshop soll je nach Altersklasse dementsprechend angepasst werden und flexibel sein. Der Wohnort der SchülerInnen beeinflusst die Herangehensweise an den Klimawandel ebenfalls: Eine Stadt ist anders betroffen als ländliche Gebiete, wo auch beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe ansässig sind. In der jungen Generation geht auch der klassische Nachrichtenkonsum zurück: Informationen werden vorrangig über Social Media (YouTube, Instagram, Snapchat) bezogen – Zeitungen, TV und Hörfunk stehen im Hintergrund. Unwahrheiten mit fehlender qualitativer Recherche verbreiten sich schnell und können nachtragend falsch im Gedächtnis bleiben.

Unabhängig von der Klima-Thematik gibt es weitere Punkte, die bei Jugendlichen zu berücksichtigen sind: Liebe, Sport, (Marken-)Kleidung, Smartphones und Social Media spielen in dieser Generation eine wichtigere Rolle. Die Selbstfindungsphase beginnt, es werden Vorbilder gesucht und Gruppenhierarchien in Klassen geformt. Die Peergruppe beeinflusst jede/n einzelne/n. Diese Faktoren können auch genutzt werden, um Klimawandel besser an alle heranzuführen.

 

Ausblick in die Klimakommunikations-Zukunft

Aktuelle Ereignisse wie Hitzewellen, (globale) SchülerInnen-Streiks mit Besuch von Greta Thunberg, der R20 Austrian World Summit mit Arnold Schwarzenegger, Alexander Van der Bellen und Antonio Guterres in Wien und die dazugehörige Break Out Session über Climate Communication des Klima- und Energiefonds werden beim zweiten Teil der Working Group einfließen. Im Juli wird am Klimakommunikations-Workshop weitergearbeitet.