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Oktober 2019

Ergebnisse Plastik-Umfrage: Motivationen zur Müllvermeidung und nachhaltigem Verhalten

In den Sommermonaten 2019 fand im Rahmen des Förderschwerpunktes „Energy Transition“ des Klima- und Energiefonds die Umfrage „Wie werden unsere Plastik-Müllberge wieder kleiner?“ statt. Hier werden die Antworten der Frage 1 zusammengefasst.

 

Frage 1. Welcher Anlass bzw. welche Motivation haben eine Veränderung Ihres persönlichen Konsumverhaltens (bzw. Herstellverfahrens in Ihrem Unternehmen) bewirkt?

„Mein Auslandsaufenthalt als Au Pair bei einer Familie, die extrem wenig auf Müllvermeidung und -trennung geachtet hat. Das ist mir so gegen den Strich gegangen, dass ich begann mich mit meinem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen.“

Mit diesen Worten beschreibt eine teilnehmende Person an der Umfrage: Wie werden unsere Plastik-Müllberge wieder kleiner? weshalb ihr das Thema Müllvermeidung und -trennung am Herzen liegt und warum ihr eine Veränderung des eigenen Konsumverhaltens wichtig erscheint.

Im Allgemeinen sind die Motivationen und Begründungen für eine persönliche Verhaltensänderung oder auch betriebliche Verhaltensänderung unterschiedlich. Einen der wichtigsten Gründe stellten Medien wie etwa TV, Soziale Medien, Radio oder Dokumentationen dar. Hierbei wurde der österreichische Dokumentarfilm Plastic Planet des Regisseurs Werner Boote von einigen Teilnehmenden explizit genannt.

Als weiterer Anlass zur Änderung von Verhalten wurde die Thematik von Mikroplastik, welches sich in Ozeanen, Nahrungsmittelkreisläufen und Ökosystemen ansammelt, genannt. Eine verwandte Motivation sind generell die enormen Müllmengen, welche anfallen, insbesondere der Plastikmüll.

Gute und günstige Alternativen, welche Plastik- und Müll vermeiden, wie etwa Geschäfte mit offenen Produkten, Fairtrade-Lebensmittel (https://www.fairtrade.at/was-ist-fairtrade.html), Community Supported Agriculture-Anteile (https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Landwirtschaft) oder andere Bereitstellung umweltfreundlicher Alternativen bilden Anreize für Verhaltensänderungen.

Der Gedanke an eine lebenswerte Zukunft für Kinder und Enkelkinder, nämlich die intergenerationale Verantwortung, wirkt motivierend. Natur- und Umweltschutz sowie der Klimaschutz wurden auch des Öfteren genannt.  Eine motivierende Wirkung für Verhaltensänderungen zeigt auch der Austausch mit Mitmenschen, seien es Kinder, Bekannte oder weitere Personen.

Von wenigen Teilnehmenden werden auch Rahmenbedingungen wie eine generelle (ökologische) Transformation, Verantwortung von Politik und Herstellern oder politisches Engagement – beispielsweise Fridays for Future – genannt.

Der berufliche Hintergrund, etwa Bildung und Einkommen, das hohe Gut der Gesundheit oder Pragmatischeres wie finanzielle Anreize stellen die Basis für eine Verhaltensänderung dar. Ebenso wurde das Streben nach einem nachhaltigem Lebensstil, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion und Produkte, sowie Ressourceneffizienz und -suffizienz als Motivationen einer Änderung des Konsumverhaltens angeführt.

 

Abbildung: Wordcloud zu Motivationen für nachhaltiges Verhalten