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Oktober 2019

Ergebnisse Plastik-Umfrage: Maßnahmen und Anreize für nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion

In den Sommermonaten 2019 fand im Rahmen des Förderschwerpunktes „Energy Transition“ des Klima- und Energiefonds die Umfrage „Wie werden unsere Plastik-Müllberge wieder kleiner?“ statt. Hier werden die Antworten zu Frage 2 zusammengefasst.

Frage 2. Welche Anreize und Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht notwendig, damit Verbraucher und Hersteller weniger Abfälle produzieren?

 „Es muss an vielen Schrauben gedreht werden. Zum einen ist die Politik gefragt, weil sie einfach strenger vorgehen muss, z.B. Verbot von Plastiksackerln, Förderung von Mehrwegflaschen, weniger strenge Hygienevorschriften, Förderung der regionalen Biolandwirtschaft.“

Eine der Fragen der Umfrage „Wie werden unsere Plastik-Müllberge wieder kleiner?“  drehte sich speziell um Maßnahmen und Anreize für Herstellerfirmen und VerbraucherInnen. Einen großen Stellenwert bei den Antworten nehmen unterschiedliche ordnungspolitische Instrumente (Gesetze, Verbote, Sanktionen, Steuern, Kennzeichnungspflicht, andere regulatorische Maßnahmen) sowie diverse finanzielle Anreize (Pfand, Regulierung über den Preis, Kostenwahrheit von Produkten) ein. Auch Information und Bewusstseinsbildung zur Thematik wird von den Befragten oft genannt. Es sollte beispielsweise mehr Information, Bewusstseinsbildung und Maßnahmen zu den Themen Abfall, Ressourcen und umweltfreundlichen Alternativen geben. Zielgruppen sind Schulen, KonsumentInnen und HerstellerInnen. Außerdem soll das Image von Alternativprodukten und umweltfreundlichen Lösungen bzw. Ansätzen insgesamt verbessert werden.

Unter den Teilnehmenden der Umfrage wurde der Ruf nach bequemen und leichthandhabbaren Alternativen laut. Diese sollten gefördert und geschaffen werden, damit sie auch verwendet werden können. Alternativen sollten etwa Plastik- bzw. Verpackungsfreiheit beinhalten bzw. Ansätze wie Cradle-To-Cradle (https://www.c2ccertified.org/) oder biologisch abbaubares Material. Wichtig ist auch, dass sie leicht zugänglich sind (z.B. im Supermarkt oder in verpackungsfreien Geschäften). Eine Idee war Zero-Waste-Alternativen (https://www.zerowasteaustria.at/) zu fördern. Weiters soll es (Forschungs-)Förderung für Alternativen zu Plastik bzw. alternativen Systemen beispielsweise in Richtung Mehrweg geben. Es könnten auch Bonus-Malus Systeme angedacht werden, wo umweltfreundliches Verhalten belohnt und umweltunfreundliches Verhalten bestraft wird.

Wichtig ist den Umfrageteilnehmenden, dass das Abfall- und Recyclingsystem an sich verbessert, vereinheitlicht und optimiert wird. Für besseres Recycling und Langlebigkeit der Produkte werden auch einheitliche Massenströme als notwendig erachtet sowie die Erhebung und Transparenz von Abfallmengen.

Außerdem sprechen sich Teilnehmende dafür aus, Händler- und Herstellfirmen stärker in die Verantwortung zu ziehen – etwa durch Rücknahme- und Recyclingverpflichtungen.

Konkrete Maßnahmen und Konzepte, die angesprochen wurden, sind Kreislaufwirtschaft, Kennzeichnung von zirkulären Produkten (Kreislaufwirtschaftsprodukten) oder des CO₂-Abdruckes eines Produktes. Generell soll der Ressourceneinsatz minimiert, der Wert von Ressourcen messbar gemacht und Werbeaufkommen im öffentlichen Raum insgesamt reduziert werden.

Es wird eine generell notwendige Transformation des gesellschaftlichen Systems angesprochen sowie das Thema der Selbstversorgung bzw. Slow Food (https://www.slowfood.com/de/). Zivilgesellschaftliches Engagement und Partizipation (https://www.partizipation.at/home.html) und Eigeninitiative werden ebenso als relevant erachtet.

Abbildung: Wordcloud zu Maßnahmen und Anreizen im Produktionsprozess