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Februar 2019

Energy Transition – Statements der Beteiligten an Studie „Energiewende über soziale Innovation“

„Ich denke, dass es jetzt essentiell ist, vom Wissen ins Tun zu kommen (bringing knowledge into action), dh., Experimentierfelder (Reallabore, living labs…) zu schaffen, in denen (im geschützten Rahmen) neue soziale Praktiken, neue Lebensstile etc. ausprobiert werden können, die eine dekarbonisierte Gesellschaft abbilden oder dieser näher sind, als unsere derzeitigen Praktiken. Diese transformative Forschung soll begleitet und evaluiert werden (Transformationsforschung), um zu verstehen, wie diese Reallabore Realiltät werden können bzw. was es dazu an Voraussetzungen benötigt (politische Maßnahmen, Räume, Angebote, soziale Akzeptanz….).
Weiters braucht es dringend einen Dialog zwischen den TransformationsforscherInnen, der aktiven Zivilgesellschaft (AktivistInnen, Initiativen etc.) und der Politik (nicht nur Verwaltung). MinisterInnen, Landeshauptleute, StaatssekretärInnen etc. sollen sich diesem Dialog stellen und sich ExpertInneninput sowie Mut holen für ihre Entscheidungen, die durchaus nicht nur angenehm sind, wenn wir das 1.5 Grad Ziel erreichen wollen.“

Ines Omann, Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

 

„Energy Transition steht für eine Wende zu einer weltweit gerechten Gesellschaft, die auf der Nutzung von erneuerbaren Energien, umweltgerechten Technologien und einem Interessenausgleich zwischen den vom Klimawandel unterschiedlich betroffenen Weltregionen beruht. Dazu gehören weitreichende gesellschaftliche Veränderungen, die juristische und fiskalische Instrumente umfassen, politische Eingriffe und Änderungen vor allem des Lebensstils der BewohnerInnen der reichen Staaten dieser Erde.

Wichtig ist die Fähigkeit, über die eigenen Grenzen hinauszudenken und in einen Dialog zwischen den beteiligten und betroffenen Parteien und Sektoren zu treten. Dafür bedarf es der Unterstützung von neuen Formen von sozialen Innovationen (wie z.B. Reallaboren, Urban Labs), die die Möglichkeit bekommen, Dinge auszuprobieren, umzusetzen und dabei auch zu lernen, was davon gut funktioniert, was nicht und was davon auf andere Praxisfelder übertragbar ist.
Die Zivilgesellschaft muss weiter einbezogen werden – sie müssen bei ihrem Wissenstand abgeholt und in partizipativen Formaten und Prozessen beteiligt werden.“

Jürgen Suschek-Berger, Interdisziplinäres Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur