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April 2019

Energiewende: Junge Menschen wollen nicht mehr warten

Der „Green Lifestyle“, also ein Lebensstil, der auf ökologischer Nachhaltigkeit und rücksichtsvollem Umgang mit natürlichen Ressource basiert, ist also auf dem besten Weg, sich für die Generationen Y und Z als Identifikationsprinzip und Abgrenzungsmerkmal von ihrer Elterngeneration durchzusetzen.

Kampagne „Smart Energy – Generation Y, Z“:  Lernen und Erleben

Der globale Trend spiegelte sich auch in den Aussagen von jungen Erwachsenen im Rahmen einer Interviewserie der Kampagne „Smart Energy – Generation Y, Z“ 2018 des Klima- und Energiefonds wider. Sie belegen, dass die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Energiesparen längst im Alltag der Bevölkerungsgruppe ab 14 Jahren angekommen sind. Gerade deswegen ist der Informationsbedarf bei Österreichs Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders groß. Dazu kommt, dass bei diesem notwendigen Verhaltenswandel hin zu einer ökologischen Lebensweise das Mittun jedes Einzelnen gefordert. Hier setzte der Klima- und Energiefonds mit seiner Kampagne an, die im Rahmen des EU-Projekts SMERGY 2014 gestartet wurde und 2018 in die dritte Runde ging.

Im Mittelpunkt dieser Kampagne, ausgeführt von der Österreichischen Energieagentur, standen Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahre sowie junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahre. Bei den Aktionen machten über die Kampagnenlaufzeit folgende Bildungsinstitutionen mit: Ausbildungszentrum der Caritas (1090 Wien), RG 8 Feldgasse (1080 Wien), BRG Wels Wallererstraße und BORG Wr. Neustadt. Junge Erwachsene konnten u. a. über die Partnerschaft mit dem Ökosozialen Studierenden Forum (ÖSSFO) sowie über die Musikfestivals Wiesenrock in Wattens (Tirol) und Szene Openair in Lustenau (Vorarlberg) erreicht werden. Das Ziel war von vornherein, bei diesen Digital Natives, die also mit technologischen Medien bereits aufgewachsen sind, einen nachhaltigen Lernprozess anzustoßen, der durch das persönliche Erleben von Energiesparmaßnahmen unterstützt wurde. Kurz gesagt: lernen, erleben, Verhalten ändern.

 

Eine Kampagne für Kopf und Bauch

Dementsprechend wurden die Kommunikationsmaßnahmen für zwei Schienen entwickelt: online und offline. So wurden etwa Wissensquiz und Onlinewettbewerbe anhand des sogenannten SMERGYmeters durchgeführt, einem Onlinetool, das für ausgewählte Energiesparaktivitäten die energetische wie finanzielle Einsparung ausrechnet. Auch hatten Schulklassen und Studierende die Möglichkeit, an Study Visits (z. B. SolarCampus Eberstalzell, Atomkraftwerk Zwentendorf, Donaukraftwerk Freudenau) und einem Fachworkshop (Themen: energieeffiziente Gebäude, Energieverbrauch in Wien, Mobilitätswende) teilzunehmen. Auf Musikevents konnten die jungen Besucherinnen und Besucher etwa zum Thema Klimaschutz Stellung nehmen, bei einem Gewinnspiel zu einer Schätzfrage mitmachen, ein E-Transportrad ausleihen und testen oder auch Energiespartipps sammeln, die auf Postern prominent auf dem Festivalgelände platziert wurden. Zusätzliche Infos gab es über Kurzvideos, Posts auf Social-Media-Kanälen, Blogbeiträgen und Newsletter. Sogar für die kleinsten Festivalbesucherinnen und -besucher gab es mit der „Energieecke“ im Festivalkindergarten eine thematische Insel, wo sie eine Zitronenbatterie testen und Ausmalbilder gestalten konnten. Die nächste Generation von Klimaschützerinnen und Klimaschützer steht also in den Startlöchern!