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14. Juli 2021

Effekte der Raumkühlung auf Stromnetze – Ergebnisse einer Expert*innenbefragung

Vor allem in städtischen Bereichen wird die Raumkühlung in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Im Energy Transition 2050-Projekt ZEN werden die Auswirkungen der vermehrten Raumkühlung auf die Stromnetze beleuchtet. Die vorläufigen Ergebnisse einer im Zuge des Projekts durchgeführten Expert*innen-Befragung legen nahe, dass kurz- bis mittelfristig für die aktive Kühlung auf strombasierte Technologien zurückgegriffen wird, speziell im Gebäudebestand, wo keine Alternative für die Nutzung anderer Systeme wie Erdreich-Kühlung und Bauteilaktivierung besteht. Generell ist die Kühlung für den städtischen Bereich von hoher Relevanz, da dort u.a. aufgrund versiegelter Flächen und fehlender Grünflächen immer häufiger Hitzeinseln auftreten werden. Stromnetzbetreiber sehen Kühlung jedoch (noch) nicht als zentrale Problemstellung der Stromnetze. Im Fokus der Netzbetreiber stehen die Herausforderungen hinsichtlich der Integration erneuerbarer Energien und Elektromobilität.

Das Projekt ZEN „Zukünftige Entwicklung der Raumkühlung durch Klimawandel bis 2050“ wird im Rahmen des Aktivitätsschwerpunkts „Energy Transition 2050 – Transitionsprozesse und Soziale Innovationen“ des österreichischen Klima- und Energiefonds finanziert und in den Jahren 2020-2021 von AIT Austrian Institute of Technology, Energieinstitut an der JKU Linz und der Energy Economics Group der TU Wien durchgeführt.

Die nächsten Projektergebnisse (Simulationen) sind im Herbst zu erwarten. Im Rahmen eines Workshops werden die vorläufigen Ergebnisse der Expert*innen-Befragung diskutiert bzw. die Endergebnisse präsentiert. Bei Interesse bitte um Kontaktaufnahme an Simon Moser unter moser@energieinstitut-linz.at.