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29. Mai 2020

Ärmere Haushalte heizen mit Kohle, reichere mit Heizöl

Studie: So heizt Österreich

Rund 1 Million bzw. 27% der Haushalte in Österreich verwenden Gas als häufigsten Energieträger, gefolgt von Fernwärme (25%), Brennholz und Heizöl (je 16%). Strom folgt an 5. Stelle (7%), darauf Holzpellets (5%). Alternative Energieträger (3%) und Kohle (0,5%) werden am wenigsten häufig genutzt. Hauszentralheizungen, die von knapp 50% der Haushalte verwendet werden, werden zu ähnlich gleich großen Teilen mit Brennholz, Heizöl oder Gas geheizt, Einzelöfen (6% der Haushalte) hingegen vorwiegend mit Brennholz. Etagenheizungen oder Elektroheizungen werden von 12 bzw. 4% der Haushalte verwendet.

Regionale Unterschiede gibt es vor allem bei den verwendeten Energieträgern: In Südösterreich wird neben Fernwärme und Heizöl besonders oft Brennholz verwendet, in Westösterreich hingegen Heizöl und in Ostösterreich Gas und Fernwärme. Kohle, die von 18.000 Haushalten genutzt wird, kommt überdurchschnittlich häufig im Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark sowie in den untersten zwei Einkommensdezilen vor.

„Die Zusammenhänge zwischen dem Haushaltseinkommen, der Zusammensetzung des Haushalts und der Heizart müssen bei einem Phase-Out unbedingt beachtet werden“, sagt Studienautorin Vanessa Lechinger von der WU Wien/INEQ. Während reichere Haushalte eher Heizöl verwenden, benützen Haushalte mit den niedrigsten Einkommen Kohle, Brennholz und Strom. Heizöl kommt besonders häufig im Eigentum vor und wird überdurchschnittlich oft von Paarhaushalten in Pension verwendet, Kohle hingegen eher von Singlehaushalten in Mietverhältnissen.

Besorgniserregend ist, dass rund 16.500 Haushalte über gar kein fest installiertes Heizungssystem verfügen.